die "Perle" und "Sonneninsel" am Schwarzen Meer
Odessa war eines der wichtigsten Zentren der Haskala und der jüdischen Intelligenz. Namen wie Chajim Nachman Bialik, Simon Dubnov, Mendele Moicher Sforim und Isaak Babel haben das Leben dieser Stadt, in welcher die besten Architekten Europas ihre Spuren hinterliessen, geprägt.
Auf unserem Rundgang durch die Stadt begegnen wir der reichen Geschichte und Kultur, geprägt durch ein Völkergemisch von Russen, Ukrainer, Juden, Moldauer, Bulgaren, Polen, Rumänen, Griechen und Deutschen. An der legendären "Puschkinskaja" besuchen wir das Archäologische Museum mit der berühmten Goldkammer und das Literaturmuseum führt uns durch das literarische Werk von Puschkin, Gogol, Tschechov, Tolstoi, Gorki, Schewtschenko und Babel.
Wir begehen die Katakomben von Odessa und spazieren im Park hoch über dem Hafen, wo uns ein Ab- und Aufstieg über die Potemkin-Treppe nicht erspart bleibt.
Nach Möglichkeit besuchen wir eine der prächtigsten Opern der Welt, wo u.a. Künstler wie Tschaikowskij, Rimski-Korsakow, Glazunow und Schaljapin wirkten.
Mit dem Nachtzug erreichen wir die Krim mit ihrer einzigartigen Landschaft, und wo das kulturelle Erbe unzähliger Völker wie den Skyten, Goten, Griechen, Römer, Genueser, Türken, mongolische Tataren, Karäer und natürlich auch Russen heute noch präsent ist.
Die "Heldenstadt" Sewastopol, ehemaliger Hauptstützpunkt der sowjetischen Schwarzmeerflotte mit seinen wichtigen Fischereibetrieben und Schiffsindustrie ist zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren der heutigen Ukraine herangewachsen.
Nach der Oktoberrevolution erkannte auch Lenin die Bedeutung Jaltas als Kurort. Wir besuchen den idyllischen Liwadija-Palast, wo sich im Februar 1945 Stalin, Roosevelt und Churchill trafen, um über die Zukunft Deutschlands zu entscheiden.
Eine bedeutende Rolle auf der Krim haben immer die Karäer gespielt. Wir besuchen Bachtchisaraj, die ehemalige Hauptstadt der Krimtataren und wandern zu der nahe gelegenen Höhlenstadt von Tschufut-Kale (auch die "Jüdische Festung" genannt), die hauptsächlich von Juden resp. Karäern bewohnt wurde. Besonders sehenswert ist der idyllisch gelegene karäische Waldfriedhof, der kaum von einem jüdischen Friedhof zu unterscheiden ist.
Von Simferopol fliegen wir via Kiew zurück in die Schweiz.
21. Juni - 1. Juli 2010
Anmeldeschluss: 9. April 2010
Preis im Doppelzimme: CHF 3'250.- pro Person
Einzelzimmerzuschlag: CHF 440.-
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