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ARMENIEN – GEORGIEN
auf den Spuren der Juden im KaukasusArmenien trägt in der Bibel, wie bei den Assyrern, den Namen Ararat (Gen. 8,4). Dort sollen die ersten Juden bereits zur Zeit der Fortführung der 10 Stämme durch Salmanassar von Assyrien gelebt haben. Ebenfalls soll sich dort auch ein Teil der jüdischen Gefangenen, die von Nebukadnezar im Jahre 586 v.u.Z. und später auch von Armeniens Herrscher Tigran II. aus Jerusalem fortgeführt wurden, angesiedelt haben und die Begründer der berühmten armenischen Dynastien der Bagratiden und Amatuni sein. Durch die Nachbarschaft von Mesopotamien, wo die Juden seit dem ersten Exil sehr zahlreich waren, erhielt auch Armenien eine beträchtliche jüdische Zuwanderung. Im Talmud (Sanh. 32b) wird die Gelehrtenschule in Nisibis (im Norden Mesopotamiens) erwähnt, woraus hervorgeht, dass dort jüdische Wissenschaft geblüht hat. Auch wird im Talmud der Wein aus Etschmiadzin (heute das religiöse Zentrum der Armenier) erwähnt. Bis zum Untergang des armenischen Staates im 4. Jahrhundert lebte die jüdische Bevölkerung im Wohlstand, danach fehlen fast sämtliche Informationen. Petachja aus Regensburg, ein Zeitgenosse von Benjamin von Tudela schreibt im Jahre 1170: «Im Lande Ararats sind viele grosse Städte, aber Juden gibt es dort wenig.»
In georgischen Legenden aus dem 4. Jahrhundert wird erwähnt, dass die heilige Ninah aus Palästina in Mzchetha (der ehemaligen Hauptstadt Georgiens) eine grosse jüdische Kolonie vorgefunden habe. Dort in der Nähe ist auch das Grab von Jehuda Gurk mit einer aramäischen Aufschrift in hebräischen Lettern aus dem 4. Jahrhundert Benjamin von Tudela berichtet später von den Juden im «Land der Girgessier, welches man Gurgen nennt», und ihrer Beziehung zum Bagdader Gaonat. Auch Marco Polo, der Tiflis um 1272 besuchte, berichtet von den Juden, die hauptsächlich in Webereien tätig waren. Judenverfolgungen kamen im Mittelalter nicht vor. Auch nach der Vereinigung Georgiens mit Russland (1802) änderte sich die Lage der Juden nicht. Im Jahre 1918 erhielten die Juden in der proklamierten georgischen Republik die Gleichberechtigung und nahmen hohe Regierungsstellen ein. Nach 1921 wanderten viele Juden aus. Heute gibt es noch etwa 10'000 Juden in vielen aktiven Gemeinden.
Unsere Reise führt uns von Yerevan, wo wir u.a. das Genozidmuseum und die weltberühmte Handschriftensammlung im Matenadaran besuchen, in den bergigen Süden von Armenien, zu einer archäologischen Sensation, einem jüdischen Friedhof aus dem 13. Jahrhundert. Natürlich beschäftigen wir uns auch mit der einzigartigen Bauweise der armenischen Kirchen und besichtigen u.a. Echmiadzin, Ambert, Chor Virap und Norawank. Entlang des Sewansees, durch das Bergland von Garni und Geghard überqueren wir bei Gjumri die Grenze nach Georgien und erreichen nach einer Besichtigung der Höhlenstadt Vardzia den Ort Akhaltsikhe. Weiterfahrt mit Jeeps über die Berge nach Kutaissi, von wo wir die hochgelegene Stadt Oni mit seiner wunderschönen Synagoge besuchen. Schliesslich erreichen wir über Surami und Gori, der Geburtstadt Stalins, Georgiens Hauptsstadt Tbilissi. Nach einem Abstecher in die Berge von Kasbegi, nahe zur russischen Grenze, fliegen wir von Tbilissi nach Hause.
30. September – 16. Oktober 2012 Anmeldeschluss: 7. Juli 2012 Preis im Doppelzimmer: ca. CHF 3'940.– pro Person (Halbpension) Einzelzimmerzuschlag: ca. CHF 475.–
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